Éluard, Paul

Paul Éluard, Dichter, 1895-1952

Der in bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsene Éluard war von Kindheit an kränklich. Bei einem Kuraufenthalt in Davos lernte er seine spätere Frau Gala kennen, der er zahlreiche Gedichte widmete. Noch im Sanatorium veröffentlichte Éluard ab 1913 erste Gedichte. Über Jean Paulhan stieß er 1919 zu den Künstlern um André Breton. 1924 wurde in Paris von Breton das "Manifest des Surrealismus" veröffentlicht. Éluard nahm dessen Forderungen in seine Dichtung auf und verfasste bis 1928 seine wichtigsten Werke. 1937 beschrieb er den Surrealismus als Geisteszustand und Erkenntnisinstrument, als eine Empörung gegen die Bourgeoisie. Die Schriftsteller sind nach Éluard das Gewissen der Gesellschaft.