Boisserée, Sulpiz

Sulpiz Boisserée, Gemäldesammler, Kunst- und Architekturhistoriker, 1783-1854

Gemeinsam mit seinem Bruder Melchior begann Boisserée 1804 mit dem systematischen Sammeln altdeutscher und altniederländischer Tafelgemälde. Zuerst zeigten sie die Sammlung im Palais Boisserée in Heidelberg, wo Goethe die Sammlung besuchte, danach in Stuttgart. Die 215 Tafelgemälde umfassende Sammlung verkauften die Brüder 1827 an König Ludwig I. von Bayern, ab 1836 waren große Teile der Sammlung in der Münchner Alten Pinakothek zu sehen. Boisserée folgte ihr nach München, wo er für fast zwei Jahre das Amt des bayerischen Generalkonservators innehatte. Als einer der Initiatoren zur Vollendung des 1248 begonnenen Kölner Doms war es ihm nicht vergönnt diese zu erleben.