Weinberger, Jaromír, Komponist (1896-1967). Portraitphotographie mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite.

O. O. u. D.

134:84 mm.

 150,00

Portrait im ¾-Profil.

Mit nur elf Jahren erste Kompositionen herausgebend, studierte Weinberger am Prager Konservatorium und kurz auch bei Max Reger in Leipzig. Nach Gründung der Tschechoslowakei vergeblich eine adäquate Anstellung findend, emigrierte er 1922 in die USA, lehrte Komposition am Ithaca College, kehrte aber schon 1923 nach Europa zurück. Die Dramaturgenstelle beim Slowakischen Nationaltheater in Preßburg annehmend, widmete er sich schon bald darauf ganz der Komposition und lebte in Prag und in Baden bei Wien (1932). 1927 errang er in Prag einen großen Erfolg mit seiner Oper "Svanda dudák". Vor der Besetzung Österreichs entkam er nach Paris, lebte kurz in Prag und übersiedelte um 1939 in die Vereinigten Staaten. "Beliebt waren bei ihm die Nationaltänze, besonders Polka und Furiant; tiefen Einfluß übte auf ihn das Volkslied seiner eigenen Heimat wie auch des Auslands aus [...] Die tschechische und südslawische Folklore, Synagogalgesänge, polnische, englische und amerikanische Weisen wie auch alte tschechische geistliche Lieder wurden ihm bevorzugte Quellen der Anregung. Vorteilhaft war für seine Musik die bunte und lebhafte Instrumentation, die auch zum Welterfolg seiner Oper 'Svanda dudák' beitrug; sie wurde in mindestens 17 Sprachen übersetzt und auf mehr als 150 Bühnen aufgeführt" (MGG XIV, s. v.)

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