Eisenhart, Luise von, Schriftstellerin (1828-1901). Eigenh. Brief mit U.

München, 22. VII. 1864.

1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

 80,00

"Anbei erlaube ich mir Ihnen, hochverehrte Frau Förster, eines der schönsten Volkslieder zu überschicken [!], dessen volle Bedeutung dem Zuhörer durch Ihren hinreißenden Vortrag so recht klar werden wird [...]".

Luise von Eisenhart, die Tochter des berühmten Mineralogen und Mundartdichters Franz von Kobell (1803-1882) und Gattin des einflußreichen Staatsrates Johann August von Eisenhart (1826-1905), gilt als eine der bekanntesten Chronistinnen des Münchener Gesellschaftsleben des 19. Jahrhunderts. Als Mitarbeiterin zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften - etwa der "Allgemeine Zeitung", "Über Land und Meer" und der "Fliegenden Blätter" - schrieb sie Kurzgeschichten, Kulturskizzen und Essays und veröffentlichte auch biographische Portraits und Kurzbiographien, so etwa von Ignaz von Döllinger. Ihr Hauptwerk "Unter den ersten vier Königen von Bayern" ist eine materialreiche Melange aus Autobiographie, Zeitchronik und Schilderungen des höfischen und gesellschaftlichen Lebens ihrer Zeit.

Ohne die erwähnte Beilage.

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