Tittmann, Johann August, Theologe (1773-1831). Brief mit eigenh. U.

Leipzig, 10. XII. 1805.

2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse.

 120,00

An Herzog und später König Friedrich August von Sachsen (1750-1827): "Nachdem ich, wie beygefügtes Zeugniß nebst der Inauguralrede besaget, die mir gnädigst übertragene ordentliche Professur der evangelischen Theologie wirklich angetreten habe; so wage [ich] es, Ew. Churfürstl. Durchl. unterthänigst zu bitten: Höchstdieselben wollen das den ordentlichen Professoren allhier verfassungsmäßig bewilligte Aeris-Aequivalent auch mir huldreichst zu ertheilen geruhen [...]".

Tittmann war 1805 als Ordinarius für Theologie in die Fakultät aufgenommen worden. 1815 übernahm er eine Domherrenstelle in Meißen. "Als 'rationaler Supranaturalist' begründete er den Offenbarungsglauben aus der Notwendigkeit des menschlichen Bedürfnisses danach. Der anthropologische Grundcharakter seiner Theologie eröffnet sich vor allem in der Schrift 'Über das Verhältniß des Christenthums zur Entwickelung des Menschengeschlechts' (1817). In seiner Schrift 'Über die Vereinigung der evangelischen Kirchen' (1818) bestritt T[ittmann] die von Schleiermacher propagierte Union der evang[elischen] Kirchen in Preußen" (DBE).

An den Rändern etwas angestaubt; ohne die erwähnten Beilagen.

Art.-Nr.: BN#17632 Schlagwörter: ,