Barthel, Max, Schriftsteller (1893-1975). Ms. Gedicht mit eigenh. U.

Dresden, 20. XI. 1946.

1 S. 4to. Beiliegend eine kl. Portraitphotographie Barthels mit eigenh. Zusatz (verso): "Mit den schönsten Grüßen! Max Bartel, 20. 11. 46 Dresden".

 50,00

An Josef Wesely.

Das 14-zeilige Gedicht "Wasserlilien" mit der eigenh. Unterschrift des Dichters.

Max Barthel trat als Vierzehnjähriger in eine Fabrik ein, war als Gelegenheitsarbeiter tätig, führte in West- und Südeuropa ein Wanderleben und schloß sich der sozialistischen Jugendbewegung an. Als Infanterist an der Westfront veröffentlichte Barthel 1916 seinen ersten pazifistischen Gedichtband "Verse aus den Ardennen". Nach dem Krieg trat er in Stuttgart der KPD bei, war 1919 wegen seiner Teilnahme am Spartakusaufstand einige Zeit in Haft und machte sich in Berlin einen Namen mit klassenkämpferischer Arbeiterlyrik. Barthel war Mitbegründer der Jugend-Internationale in Wien und Delegierter bei Komintern-Kongressen in Moskau, trat aber 1923 aus der KPD aus. Als Journalist und freier Schriftsteller schrieb er Reiseberichte und Unterhaltungsromane. Begeistert vom Nationalsozialismus, wurde Barthel 1933 Mitarbeiter der nationalsozialistischen Zeitung "Angriff", dann Reporter und Kriegsberichterstatter. 1950 erschien seine Autobiographie "Kein Bedarf an Weltgeschichte".

Art.-Nr.: BN#18785 Schlagwort: