Langbein, [August Friedrich Ernst]. Neuere Gedichte.

Tübingen, J. G. Cotta, 1812.

VIII, 390 SS. Broschur der Zeit. Gr.-8vo. Beiliegend ein eigenh. Brief Langbeins (dat. Berlin, 5. IV. 1810. 1 S.).

 250,00

Erste Ausgabe. Langbein (1757-1835), der an Bürgers "Musenalmanach" mitgearbeitet hatte, wurde 1784 Rechtsanwalt, 1786 Beamter des Geheimarchivs in Dresden, übersiedelte 1800 nach Berlin und erhielt hier, obgleich "nicht frei von Neigung zum Frivolen und Lüsternen" (Meyers Konversations-Lexikon, 6. A., s. v.), 1820 die Stelle des preußischen schönwissenschaftlichen Bücherzensors.

Aus dem Besitz des Wiener Pädagogen Johann Max Schreiber (1832-n. 1902), der in der Stenographie brillierte und "bei der Wiener Weltausstellung 1873 [...] die stenographisch auf einem nussgroßen Papierstücke geschriebene 'Iliade' aus[stellte]" (Kosel 1, in DBA I, 1138, 265), mit seinem eh. Besitzvermerk am Titel und einigen Anstreichungen (Rhythmuszeichen, textkritische Änderungen, etc.). Anfangs Bindung etwas gelockert; vereinzelt etwas braunfleckig. Kl. Fehlstelle am Rücken. Interessantes Provenienzexemplar mit einem eigenh. Brief Langbeins ("[...] ich habe bis zur Messe volle Arbeit mit meinem Roman. Also wird es kaum möglich sein, Ihnen noch, wie ich wollte, einige poetische Kleinigkeiten zu senden. [...]").

Hirschberg I, 289. WG² 25. Kosch II, 1456.

Art.-Nr.: BN#2017 Schlagwörter: ,