Liechtenstein, Karl Eusebius von, Fürst (1611-1684). Brief mit eigenh. Paraphe.

Prag, 7. V. 1666.

1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel.

 800,00

An Graf von Oppersdorff mit der Benachrichtigung über einen Befehl Seiner Majestät hinsichtlich des "Bierschancks", über den Beschwerden aus Troppau eingegangen waren, der vorsieht, daß "höchstschädliche hinterungen deß bier Urbars" einzustellen seien und "auch die im Lande eingeschlichnen Pfuschereyen Gäntzlich eingestellet werden".

Der älteste Sohn von Fürst Karl I. stand zunächst unter der Vormundschaft seines Onkels Fürst Maximilian; 1632 wurde er für volljährig erklärt, und in Troppau und Jägerndorf, den beiden Herzogtümern Liechtensteins, vollzogen die schlesischen Stände die obligatorische Huldigung. Karl Eusebius' vorrangiges Ziel war "die Konsolidierung seiner durch den Dreissigjährigen Krieg verwüsteten Besitzungen. Finanzielle Probleme erwuchsen ihm auch aus den Gütererwerbungen seines Vaters, deren Rechtsgültigkeit von der Hofkammer bezweifelt wurde. Die daraus resultierenden Schadensersatzforderungen beliefen sich auf rund 1.7 Millionen Gulden. Dennoch war es dem Fürsten möglich, beträchtliche Summen in seine kulturellen Neigungen zu investieren. Mit dem Ankauf ausgesuchter Gemälde, von Bronzen, Gewehren und kostbaren kunsthandwerklichen Erzeugnissen legte er den Grundstein zu den liechtensteinischen Sammlungen".

Etwas angestaubt und papierbedingt gebräunt, stärkere Faltspuren, sonst wohlerhalten.

Art.-Nr.: BN#22097 Schlagwort: