Einstein, Albert. [Konvolut von 10 Erstdrucken in Sonderdrucken aus den "Sitzungsberichten der preußischen Akademie der Wissenschaften"].

Berlin, Verlag der Akademie der Wissenschaften / de Gruyter, 1922-1932.

I: Zur Theorie der Lichtfortpflanzung in dispergierenden Medien. 1922. [Weil 120. Seelig 162. Schilpp-Shields 145. Boni 132]. II: Zu Kaluzas Theorie des Zusammenhanges von Gravitation und Elektrizität. Erste [und zweite] Mitteilung. 1927. [Weil 156. Seelig 212]. III: Riemann-Geometrie mit Aufrechterhaltung des Begriffes des Fernparallelismus. 1928. [Weil 161. Seelig 161. Boni 174]. IV: Neue Möglichkeit für eine einheitliche Feldtheorie von Gravitation und Elektrizität. 1928. [Weil 162. Seelig 218. Vgl. PMM 416]. V: Einheitliche Feldtheorie und Hamiltonsches Prinzip. 1929. [Weil 166. Seelig 227. Schilpp-Shields 227. Boni 184. Vgl. PMM 416]. VI: Die Kompatibilität der Feldgleichungen in der einheitlichen Feldtheorie. 1930. [Weil 169. Seelig 239]. VII: Zum kosmologischen Problem der allgemeinen Relativitätstheorie. 1931. [Weil 179. Seelig 249, Schilpp-Shields 249]. VIII: Systematische Untersuchung über kompatible Feldgleichungen, welche in einem Riemannschen Raume mit Fernparallelismus gesetzt werden können. 1931. [Weil 180. Seelig 250. Schilpp-Shields 250]. IX: Einstein & W. Mayer: Einheitliche Theorie von Gravitation und Elektrizität. 1931. [Weil 182. Seelig 251. Hook/Norman 701]. X: Einstein & W. Mayer: Einheitliche Theorie von Gravitation und Elektrizität. Zweite Abhandlung. 1932. [Weil 185].

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10 der insgesamt 36 unter Einsteins Namen erschienenen "Sonderausgaben aus den Sitzungsberichten", welche zwischen 1914 und 1932 herauskamen. Es handelt sich um Separatabdrucke aus den Sitzungsberichten der Akademie der Wissenschaften, größtenteils in selbständiger Paginierung, von denen einige wenige dem Autor vom Verlag als Beleg- und Widmungsexemplare zur Verfügung gestellt wurden. Einstein war 1914 nach Deutschland zurückgekehrt, ohne wieder um die deutsche Staatsbürgerschaft anzusuchen. Dennoch verlieh man ihm eine Forschungsstelle an der preußischen Akademie der Wissenschaften (mitsamt Professur ohne Lehrverpflichtung an der Universität Berlin), welche er bis Ende 1932 innehatte, als er nach Amerika reiste, um eine Professur in Princeton anzutreten. Der ursprüngliche Plan, sieben Monate im Jahr in Berlin und fünf in Princeton zu verbringen, wurde von der Machtergreifung der Nationalsozialisten schon im darauffolgenden Monat zunichte gemacht, und Einstein sollte nie wieder nach Deutschland zurückkehren.

Die vorliegenden Exemplare stammen aus Einsteins mittlerer und später Zeit an der Akademie. Sie behandeln insbesondere den Zusammenhang zwischen Gravitation und Elektrizität bzw. Elektromagnetismus. Zwar hatte Maxwell bereits Licht und Elektrizität zueinander in Beziehung gesetzt, doch die Schwerkraft ließ sich noch in keine allgemeine Kraftrelation einbauen. Einstein bemühte sich um eine einheitliche Feldtheorie, da die allgemeine Relativitätstheorie das elektromagnetische Feld nicht angemessen mit der Geometrie der Raumzeit vereinen ließ. Nach einem ersten Lösungversuch 1925 widmete sich Einstein ab 1928 wiederum dem Problem, "only to find that Riemann's conception of space, on which the general theory was based, would not permit of a common explanation of electromagnetic and gravitational phenomena. In a series of papers devoted to the development of 'A Uniform Theory of Gravitation and Electricity' he outlined a new theory of space with a view to the unification of all forms of activity that fall within the sphere of physics, giving them a common explanation. All that would then remain to complete a scientific unison is the correlation of the organic and inorganic" (PMM 416).

Die vorliegenden Sonderdrucke reichen vom ersten nach dem Nobelpreis bis zum vorletzten vor dem Verlassen Deutschlands. Drei Nummern erschienen in Zusammenarbeit mit Einsteins Assistenten, Dr. Walter Mayer.

Einer der Drucke mit leichter Knickspur am Vorderdeckel, sonst durchwegs tadellos.

Art.-Nr.: BN#2268 Schlagwörter: ,