Stephan Viktor, Erzherzog von Österreich (1817-1867). Diktatbrief mit eigenh. U.

Prag, 4. VIII. 1846.

¾ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel.

 200,00

An die Filialkasse der k .k. Staatseisenbahn mit dem Bemerken, dass "zur Deckung der [...] im Laufe des Monats August 1846 vorkommenden Zahlungen" dieselbe mit "60.000 fl d. i. Sechzigtausend Gulden CMze dotirt werde".

Der Sohn Erzherzog Josephs war seit Dezember 1843 Zivilgouverneur von Böhmen und wurde nach seines Vaters Tod stellvertretender Palatin von Ungarn. Wegen der Märzereignisse 1848 wurde seine Stellung problematisch, obwohl er zum Vizekönig von Ungarn ernannt worden war. Im Juli 1848 eröffnete Stephan Viktor im Namen Kaiser Ferdinands I. den neu gewählten ungarischen Reichstag, der ihm im September den Oberbefehl über die ungarische Armee übertrug. Daraufhin legte er sein Palatinamt nieder und zog sich auf seine Besitzungen in Nassau zurück, wo er von 1850 bis 1855 das neue Schloß Schaumburg errichten ließ.

Das Respektblatt mit einem kleinen Ausschnitt und zeitgenöss. Eingangsvermerk.

Art.-Nr.: BN#23920 Schlagwörter: , ,