Lehmann, Lilli, Sopranistin (1848-1929). Eigenh. Postkarte mit U. ("Lilli").

[Wien, 1905].

1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.

 100,00

An die Sängerin Laura Hilgermann (1857-1945): "Ich sah Sie gestern nur einen Moment als ich eben aus dem Zimmer getreten war - zu spät! Ihre reizende Blume fand ich mit Ihren lieben Worten erst nach dem Concert + Sie kamen nicht mehr. Tausend Dank! [...]".

Zunächst als Koloratursopran eingesetzt, sang die Tochter der Sängerin und Harfenistin Maria Theresia Lehmann-Löw bald auch dramatische Partien, 1876 auf Wunsch Richard Wagners bei der Uraufführung des "Rings des Nibelungen" die Woglinde, Helmwige und die Stimme des Waldvogels. "1885 folgte sie einer Einladung der Metropolitan Opera in New York, wo sie als überragende Interpretin deutscher und italienischer Opernpartien gefeiert wurde" (DBE). 1888 ehelichte sie den Tenor Paul Kalisch, kehrte drei Jahre darauf nach Deutschland zurück und gehörte später wieder dem Ensemble der Berliner Hofoper an. Sie gilt als "eine der bedeutendsten Wagner- und Mozartinterpretinnen der Zeit" (ebd.), schrieb gesangspädagogische Werke, eine Autobiographie und regte die Salzburger Mozart-Feste der Jahre 1901-10 an, bei denen sie als Sängerin auftrat und Regie führte. 1904 hatte sie zusammen mit Laura Hilgermann und dem Tenor Andreas Dippel an einer Aufführung der Salzburger Liedertafel teilgenommen, wo die "Große Messe in C-Moll" von W. A. Mozart auf dem Programm gestanden hatte.

Etwas gebräunt und angestaubt.

Art.-Nr.: BN#24658 Schlagwort: