Zauschner, Johann Baptist Josef. Dissertatio inauguralis medica de elementis et viribus medicis trium aquarum mineralium Teplensium.

Prag, Fitzky-Hladky (Johann Fitzkys Erben), 1766.

(16), 317, (3) SS. Zeitgenöss. schwarzer Pappband über Holzdeckeln mit hs. Rückenschildchen. Dreiseitiger Farbschnitt. 8vo.

 450,00

Sehr frühe wissenschaftliche Studie zur Heilwirkung der später unter dem Namen Marienbad berühmt gewordenen Mineralquellen auf dem Gebiet der Herrschaft Tepl. Als Beitrag zur unter Kaiserin Maria Theresia vorgenommenen Erfassung des Habsburgerreichs gedruckt in Form einer Prager medizinischen Dissertation unter der Direktion des irischstämmigen Mediziners Wilhelm MacNeven O’Kelly of Aughrim (1713-87), Hofarzt Maria Theresias, der in Prag das Medizinstudium nach der Lehre Gottfried van Swietens reorganisierte und das erste chemische Labor der Universität einrichtete.

Der Naturforscher J. B. Zauschner (1737-99) besuchte mit seinem Doktorvater J. B. Bohadsch mehrere botanische und mineralogische Exkursionen. "Auf einem dieser Ausflüge kam er auch nach Auschowitz bei Tepl, wo ihn Landbewohner auf die in der Nähe befindlichen Mineralquellen aufmerksam machten. Obwohl diese bereits 1758-60 von der Professor der Chemie J. A. Scrinci waren untersucht und beschrieben worden, so unterzog er sie doch, da mit Rescript vom 20. Jänner 1763 Kaiserin Maria Theresia eine chemische Untersuchung und medicinische Beschreibung der Mineralquellen in ihren Staaten angeordnet hatte, einer neuerlichen [...] Analyse und schrieb seine Inauguraldissertation [...] Die darin beschriebenen Quellen bestehen noch heute: der Ambrosiusbrunnen, nach dem damaligen Abte Ambros, die Marienquelle nach dem in der Nähe befindlichen Marienbilde und der Kreuzbrunnen, nach dem in der Nähe aufgestellten aus Holzstämmen zusammengesetzten Kreuze benannt" (Wurzbach).

Papierbedingt durchgehend gebräunt bzw. braunfleckig. Einband bering berieben (Gelenke und Kapitale stärker).

Wurzbach LIX, 213.

Art.-Nr.: BN#26539 Schlagwort: