[Goethekreis]. - Levetzow, Ulrike von, Goethes letzte Liebe (1804-1899). Eigenh. Brief mit U. ("Ulrike").

Triblitz, 27. V. 1883.

4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 2.500,00

An eine "liebe Bertha" mit Nachrichten aus dem Familienkreis: "[...] Meiner Schwester geht es ganz leidlich u. B [...] jezt auch wieder besser", doch sei "zu fürchten, daß sich das Übel wiederholt, da es ja nicht ganz geheilt werden kann wenn es richtig ist was die Herren Doktoren sagen; sie irren aber auch öfters [...]".

Goethe hatte 1821 die damals Siebzehnjährige während eines längeren Kuraufenthaltes in Marienbad kennengelernt und sich in sie verliebt; zwei Jahre darauf unterstand der Vierundsiebzigjährige sich auch nicht um ihre Hand anzuhalten, gar Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach dazu einzuspannen, in seinem Namen um die Neunzehnjährige zu werben. "Äußere Widerstände, nicht zuletzt aber eine zögernde Antwort Ulrikes bewegten ihn jedoch zum Verzicht. Der erschütternde Niederschlag dieser, wie Goethe selbst spürte, letzten 'seligen Liebe' seines Lebens wurde die 'Marienbader Elegie'" (Boerner, S. 125): "Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt | Gab mir ein Gott zu sagen was ich leide".

Tadellos erhalten.

Vgl. Peter Boerner: Johann Wolfgang von Goethe. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 200. bis 207. Tsd. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt, 1990 (= Rowohlts Monographien, 100).

Art.-Nr.: BN#27762 Schlagwort: