Johann Adolph II., Herzog von Sachsen-Weißenfels (1685-1746). Schriftstück mit eigenh. U. ("Johann Adolph HzS").

Weißenfels, Augustusburg, 6. VI. 1737.

Deutsche Handschrift auf Pergament. 14 SS. auf 7 Bll. Gr.-folio. Kordelheftung mit angehängtem Rest der großen hölzernen Siegelkapsel.

 2.000,00

Die vorliegende Bestätigung der Zunftordnung für das Schuhmacher-Handwerk in Weißenfels entstand anläßlich von Johann Adolphs Thronbesteigung i. J. 1736. In 22 Artikeln wird das gesamte Verhalten der Angehörigen des Schuster-Gewerks innerhalb und außerhalb des Arbeitsprozesses geregelt: Verbot von Mißbräuchen, Maßnahmen gegen die sog. "Störer" und "Pfuscher", Annahme von Lehrlingen, Heirats-Vorschriften, Versorgung der Witwe eines Meisters, detaillierte Regelung, wer welche Schuhe herstellen darf, Verbot des Verkaufs von Schuhen außerhalb von Weißenfels, Verbot des Kaufs von Leder außerhalb der Märkte, kein Meister darf mehr als zwei Gesellen und einen Lehrjungen halten, Abgaben der Zunft an das herzogliche "Gleits-Amt", an den Rat zu Weißenfels und an den "Gotteskasten" usf.

Reichhaltige Quelle zur Wirtschafts-, Kultur- und Sittengeschichte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die Siegelkapsel ohne Deckel, das Wachssiegel weitgehend zerstört. Äußerlich stärker angestaubte, aber durchgehend gut leserliche Pergamenthandschrift.

Art.-Nr.: BN#27849 Schlagwörter: , , ,