Bruggen, Johann van der, Kupferstecher (um 1675-1740). 2 Quittungen mit eigenh. U.

Wien, 28. VI. und 17. VIII. 1717.

Zusammen 2 SS. Folio. Ein Dokument gesiegelt.

 600,00

Beide Schriftstücke (von verschiedenen Händen und deren eines in französischer Sprache) betr. die Restaurierung von 114 Gemälden des verstorbenen Fürsten Mansfeld, für die Bruggen 300 Gulden bzw. von den Herren Harpprecht und Bidermann 500 (ges. 1000) Florins als Abschlußzahlung erhält.

Der Kupferstecher in Schwarzkunstmanier Johann van der Bruggen war gegen Ende des 17. Jahrunderts in Prag und später in Wien tätig, "wo er dreimal heiratete und 1740 als Trauzeuge auftrat" (AKL, Saur). Zwischen 1705 und 1730 wird seinem Namen in Dokumenten wiederholt der Titel eines Universitäts-Kupferstechers zugeordnet. "Man kennt von ihm einige Porträts berühmter Zeitgenossen, darunter das des Grafen Franz Ferdinand Wchinsky, ferner einen Stadtplan von Belgrad (1717) und eine Dekoration nach Giuseppe Galli Bibiena" (Thieme/Becker V, 111). Daß van der Bruggen auch als Maler oder zumindest als Restaurator tätig gewesen ist, war offensichtlich bislang nicht bekannt.

Gering braunfleckig. Das Siegel mit feinen Sprüngen, aber komplett erhalten.

Art.-Nr.: BN#2963 Schlagwort: