Fouqué, Friedrich Baron de la Motte, Dichter (1777-1843). Eigenh. Brief mit U. ("Fouque").

Nennhausen, "am Gründonnerstag [d. i. 24. III.] 1821.

1 S. 4to.

 2.500,00

An den Schriftsteller Johann Rochlitz in Leipzig, dem er Beiträge zu dessen neuem Almanach "Jährliche Mitteilungen" (1821-24) verspricht: "[...] Wills Gott, so schicke ich Ihnen noch vor Anfang Mai den Beitrag für die Mittheilungen. Er heißt: 'Der Todesschuß, eine Kriegsgeschichte['], und gründet sich auf einen Mythus aus dem siebenjährigen Kriege, der in dem Regimente, worin ich meine ersten Waffen führte, dunkel hin und wieder ging. Weil er aber nur eben als Mythus erzählt ward, glaube ich ihn auch nach meiner eignen Ansicht nutzen zu können, und bin damit schon in mir ganz zu Stande, so daß er nur das Aufschreiben gilt. Doch freilich: auch das will Zeit und Weile haben. Daher kann ich mit Bestimmtheit nur die erste Maiwoche für die Vollendungszeit meiner Arbeit angeben. Sind Sie damit zufrieden? Hierbei folgt die Sendung von unserm alten guten Truchseß. Schelten Sie nicht allzu sehr über die Verspätung. Ich bin jetzt unglaublich überhäuft. Heute schreibe ich nur an Leute Ihres- das heiß Unsregleichen [...]".

Für Fouques Beitrag dankt Rochlitz unterm 30. Mai: "Sie haben die an sich schon interessante Sage durch Ihre Darstellung so zu heben und zu beleben gewußt, daß man davon nicht ablassen kann, bis Sie selbst davon ablassen. So wird sie ein wahrer Schmuck des Buches [...]" (Briefe an Friedrich Baron de la Motte Fouqué, Berlin 1848, S. 309f.).

Art.-Nr.: BN#33905 Schlagwort: