Göhler, Karl Georg, Komponist und Dirigent (1874-1954). Eigenh. Brief mit U.

Leipzig, 9. XI. 1901.

2 SS. Gr.-4to.

 180,00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Nehmen Sie meinen verbindlichsten Dank für Ihren liebenwürdigen Brief und für die Aufnahme meiner 'Königskinder' in das Programm Ihres nächsten Konzertes. Ich habe leider infolge Überlastung mit Arbeit Ihre beiden Chöre zunächst nur ganz flüchtig [...] ansehen können, aber bereits so viel daraus ersehen, daß der Verein diese ihm gewidmeten Chöre sicher mit viel Interesse kennen lernen und zur Aufführung bringen wird [...]".

Karl Georg Göhler war Dirigent des Riedel-Vereins in Leipzig, Hofkapellmeister in Altenburg und Karlsruhe und kehrte 1909 als Leiter des Riedelchors und des Orchesters der neugegründeten Musikgesellschaft nach Leipzig zurück; 1913 wurde er musikalischer Leiter der Neuen Oper und des Lehrergesangvereins in Hamburg. "Göhler kam 1915 als Nachfolger Wilhelm Furtwänglers nach Lübeck und leitete die Symphoniekonzerte des Vereins der Musikfreunde sowie den Philharmonischen Chor. Seit 1922 wieder in Altenburg, wurde er dort 1923 Generalmusikdirektor und leitete daneben die Symphoniekonzerte der Philharmonie in Halle. Göhler zog sich in den dreißiger Jahren vom öffentlichen Musikleben zurück. Er komponierte u. a. Drei Sonette auf die Vergänglichkeit nach Andreas Gryphius" (DBE).

Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Riedel-Vereins in Leipzig.

Art.-Nr.: BN#35447 Schlagwort: