Lehmann, Lilli, Sängerin (1848-1929). Eigenh. Postkarte mit U.

Grunewald, 1913.

1¼ SS. Qu.-8vo.

 120,00

"Für das Verständniß und die Bedürfnisse der Tiere, hatten wir bisher so gut wie keinen Lehrer. Unserem Herzen allein blieb es überlassen gut oder böse an ihnen zu handeln. Wie wichtig aber wäre es, wenn Eltern, und Lehrer, die Herzensbildung und das Gefühlsleben der Kinder mit der so notwendigen Liebe für die Tiere einleiteten. Diese Bildung die Groß und Klein, Arme und Reiche gleichmäßig ehrt, ist eine Quelle tiefsten Glücksgefühls und ehrlichster Befriedigung. Edles Gefühl macht die Menschen einander gleich, nicht äußerliche Macht".

Lilli Lehmann wurde von ihrer Mutter, der Sängerin und Harfenistin Maria Theresia Lehmann-Löw ausgebildet. 1865 hatte sie am Deutschen Landestheater in Prag ihr Debüt, dem Engagements in Danzig, Leipzig und an der Berliner Hofoper folgten. 1885 folgte sie einer Einladung der Metropolitan Opera in New York, wo sie als überragende Interpretin deutscher und italienischer Opernpartien gefeiert wurde. Lehmann heiratete 1888 den Tenor Paul Kalisch, kehrte 1891 nach Deutschland zurück und gehörte später wieder dem Ensemble der Berliner Hofoper an. Sie war auch als Gesangspädagogin tätig.

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