Müller, Wolfgang, Schriftsteller (1816-1873). Eigenh. Brief mit U.

Düsseldorf, 1. III. 1845.

1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

 850,00

An Karl Dräxler-Manfred: "Beiliegend Ihrem Wunsche gemäß ein Gedicht für Ihren Dichtersalon im Rheinischen Taschenbuch! In Betreff Ihrer gütigen Anfrage wegen der Bearbeitung der Düsseldorfer Partie thut es mir leid, daß ich dieselbe nicht übernehmen kann […] Sie werden nun fragen, warum ich erst so spät antworte? Aus reinem Interesse für Sie. Ich habe nämlich an allen Ecken nachgefragt, um Ihnen einen guten Schriftsteller für die Sache zu gewinnen. Deren giebt es aber wenige hier […]".

Müller ging nach einer Tätigkeit als Militärarzt in Düsseldorf nach Paris, wo er u. a. mit Heinrich Heine und Georg Herwegh zusammentraf. Später praktizierte er wieder in Düsseldorf und wurde 1848 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. 1853 ließ er sich als freier Schriftsteller in Köln nieder. Seine Epen, Lieder, Märchen und Erzählungen verherrlichten seine rheinländische Heimat und trugen ihm den Beinamen "Sänger des Rheines" ein.

Art.-Nr.: BN#37853 Schlagwort: