Strobl, Karl Hans, Schriftsteller (1877-1946). Ms. Brief mit eigenh. U.

Wien, 9. IV. 1930.

½ S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to.

 60,00

"Das Präsidium der Deutschösterreichischen Schriftstellergenossenschaft erlaubt sich Ihnen zur Verleihung des norwegischen St. Olafordens, mit dem Herr Doktor als Präsident des Norwegerdankkomitees ausgezeichnet wurden, die ebenso herzlichen als ergebenen Glückwünsche zu übermitteln […]".

Mit Unterschrift von Rudolf Kalmar (1900-1974), der als Vizepräsident der Schriftstellergenossenschaft fungierte. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und gestempelt.

Der im mährischen Iglau geborene Strobl studierte in Prag und war seit 1898 im Staatsdienst in Iglau, anschließend in Brünn tätig, wo er von 1901-13 "als Schauspielkritiker des größten deutsch-mährischen Blattes 'Tagesbote' wirkte. Als Finanzkommissär 1913 aus dem Staatsdienst ausscheidend, übersiedelte er nach Leipzig u. war dort kurze Zeit Herausgeber der Zeitschrift ‚Der Turmhahn'" (Kosch IV, 2909). Der Erste Weltkrieg führte den "Erzähler u. Memoirenschreiber von stark nationalem Einschlag" (ebd.) an fast alle Fronten, von denen zurückgekehrt er von 1918 an in Perchtoldsdorf bei Wien lebte. Von 1938 an war Strobl "Landesleiter der Reichsschrifttumskammer Wien. Vielseitiger und einst vielgelesener Autor deutsch-nationaler Studenten- und hist. Romane (‚Bismarck', 3 Bde., 1915-19); daneben phantastischer ('Gespenster im Sumpf', 1920) und humoristischer Dichtungen" (Österr. Lex. II, 461).

Art.-Nr.: BN#38278 Schlagwort: