Schmidt, Johann Friedrich Julius, Astronom und Geologe (1825-1884). Eigenh. Brief mit U.

Athen, "Nov. 13/1" [1880].

1 S. 8vo.

 350,00

Sagt einem "verehrten Herrn" Stücke aus seiner Autographensammlung zu: "Ich erfülle gern Ihren Wunsch durch Uebersendung dieser wenigen Zeilen, indem ich zugleich bemerke, daß Sie von mir gelegentlich noch andere Handschriften aus meiner Correspondenz erhalten können [...]".

Schmidt brach die Schule vor dem Abitur ab und arbeitete ab 1842 an der Hamburger Sternwarte, wo er die Grundlagen der Astronomie erlernte und selbst einen Kometen entdeckte. Nachdem er die Bahn dieses Kometen berechnet hatte, wurden astronomische Fachkreise auf den jungen Mann aufmerksam. In Folge war Schmidt zunächst an der Sternwarte in Bilk nahe Düsseldorf, dann an der Bonner Sternwarte tätig. Im Jahr 1853 stieg er zum Leiter der privaten Sternwarte des Propstes Ritter Eduard von Unkrechtsberg in Olmütz auf. Fünf Jahre später wanderte Schmidt nach Griechenland aus, wo er den Posten des Direktors der Sternwarte in Athen übernahm. Bei seinen Forschungen in Athen entdeckte Schmidt zwei Supernovae und studierte den Mond. Daraus ging die genaueste Mondkarte des 19. Jahrhunderts hervor, die 25 Blätter von knapp zwei Metern Durchmesser umfasst.

Spuren alter Faltung.

Art.-Nr.: BN#40422 Schlagwort: