Mit dem Bauschema einer thermoelektrischen Batterie

Ettingshausen, Andreas Frh. von, Physiker und Mathematiker (1796-1878). Eigenh. Brief mit U.

Wien, 15. III. 1838.

3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 850,00

An den Chemiker und Mineralogen Anton Schrötter von Kristelli mit einer detaillierten Versuchsanordnung samt schematischer Darstellung einer thermoelektrischen Batterie: "Die strenge Kälte des heurigen Winters, eine Menge von verschiedenen Störungen und andere Hindernisse beschränkten meinen Aufenthalt im Laboratorium. Deßhalb geriethen meine Experimente etwas ins Stocken. Desto fleißiger bin ich jetzt am Werke, und der gute Erfolg läßt nicht lange auf sich warten. Ich kann dir nun Einiges in betreff der chemoelektrischen Experimente mittheilen, woran du in deinem letzten Briefe ein so lebhaftes Interesse ausdrücktest. Du oder Freund [Julius Wilhelm] Gintl kann selbe leicht wiederholen und weiter führen, da selbe keine besonderen Mittel erheischen, und der Hauptapparat, die thermoelektrische Batterie, in Grätz leicht herzustellen sein wird. Es genügen, um den thermoelektrischen Funken zu sehen, wenige Elemente, welche keineswegs so zart zu seyn brauchen, wie bei Melloni's freien Versuchen, vielmehr mit Vortheil etwas massiv genommen werden. Stängelchen 1 bis 1½ Zoll lang, ein Paar Linien breit [...]". Nach der Schilderung des Experiments erwähnt Ettingshausen den Besuch des amerikanischen Physikers Alexander Dallas Bache (1806-67) in Wien: "Es befindet sich eben Herr Bache aus Philadelphia hier, welcher mit der Electricitätslehre der jetzigen Epoche gut bekannt ist [...]".

Art.-Nr.: BN#41403 Schlagwörter: , ,