Staegemann, Max, Schauspieler, Opernsänger und Theaterintendant (1843-1905). Eigenh. Brief mit U.

[Leipzig], 15. I. 1891.

3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.

 220,00

An den Heraldiker, Genealogen und Buchhändler Alfred Grenser, einen der Mitbegründer der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft Adler in Wien: "In Ihrem Werkchen Die National & Landesfarben (Verlag Wilh. Rommel) findet sich bei 'Hannover' die Bemerkung daß der Ursprung der jetzigen Landesfarben gelb und weiß nicht zu ergründen gewesen sei. Ich kann Ihnen darüber Folgendes mittheilen. Als in den Befreiungskriegen die Hannoversche Legion (1815?) sehr eilig organisirt wurde sollten für dieselbe Cocarden in den den Landesfarben entsprechenden Farben roth und weiß (weißes Pferd im rothen Felde) angefertigt werden. Es fand sich, daß dafür nicht Zinnober in genügender Menge vorhanden war und man nahm sogenannten Ocker (röthlich gelb). Als nach den Befreiungskriegen das Tragen der Landescocarde zur Institution wurde behielt man die Farben gelb und weiß bei, ein Vorgang der ja in Bezug auf Willkühr der als Nationalfarben geltenden Cocarden nicht vereinzelt besteht. Diese Erzählung machte mir in Hannover in den 70er Jahren mein Onkel der berühmte Schauspieler Carl Devrient der über 25 Jahre im Engagement i. Hannover war, er erzählte dies in Gegenwart des Herrn Archivrath Dr. Grotefend welcher den Inhalt bestätigte […]".

Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direktion des Stadttheaters Leipzig.

Art.-Nr.: BN#42301 Schlagwörter: ,