Schönthan von Pernwaldt, Franz, Schriftsteller und Schauspieler (1849-1913). Eigenh. Brief mit U.

O. O., 20. I. 1901.

1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

 65,00

An einen Freund: “Meine Frau bittet also Sie u. Ihre verehrte Gattin uns am Mittwoch Abend 8 Uhr zu einem einfachen Familien-Nachtmahl das Vergnügen zu machen. Ich hoffe morgen das Lied von Roth zu bekommen; wir können uns dann alle drei Compositionen wiederholt vorspielen.

Alle andern Behelfe die Roth braucht habe ich ihm noch gestern geschickt! Von Schweighofer habe ich unbegreiflicherweise noch keine Nachricht. Beiliegend finden Sie meine Contracte mit Koppel [...]”.

Der Bruder des Schriftstellers Paul Schönthan von Pernwaldt (1853-1905) war seit den siebziger Jahren als jugendlicher Held und Bonvivant auf deutschen Bühnen zu sehen gewesen, wandte sich aber nach dem großen Erfolg seines 1879 in Hamburg uraufgeführten Lustspiels ‘Das Mädchen aus der Fremde’ der Schriftstellerei zu und war fortan als freier Schriftsteller in Berlin, in Blasewitz bei Dresden, seit 1898 in Wien und zuletzt im Allgäu ansässig. Wohl am bekanntesten wurde sein gemeinsam mit seinem Bruder geschriebenes Lustspiel ‘Der Raub der Sabinerinnen’ (UA 1884), das heute noch unter großem Erfolg zahlreiche Aufführungen erlebt. Vgl. Kosch III, 2570.

Art.-Nr.: BN#4461 Schlagwort: