Freud, Sigmund, Mediziner und Begründer der Psychoanalyse (1856-1939). Eigenh. Brief mit U. ("Sigm. Freud").

London, 27. IV. 1939.

1 S. Gr.-4to. Mit eigenh. Kuvert.

 28.000,00

Inhaltsreicher Brief an den niederländischen Schriftsteller und Journalisten Cornelis de Dood in Amsterdam über seine letzte Schrift "Der Mann Moses und die monotheistische Religion", die in diesem, seinem Todesjahr, in London erschienen war: "Nur schwere Erkrankung konnte mich abhalten, Ihren so interessanten Brief früher zu beantworten. Auch heute, keineswegs hergestellt, muß ich [mich] mit der kürzesten Würdigung desselben begnügen. Ich weiß wie viele Lücken meine Darstellung jener Urzeiten des Volkes Israel gelassen hat. Nicht ohne Absicht bei der außerordentlichen Unsicherheit des Gegenstandes zog ich vor mein Interesse auf wenige, vielleicht fundamentale Punkte zu konzentriren. Die Diskussion der mannigfachen Möglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen, wäre sehr verlockend. In einem Stück möchte ich meinen Widerspruch aufrecht halten. Es ist kaum glaublich, daß Moses die Beschneidung bei den Juden vorfand, sie war nach allen Zeugnissen aegyptischer Brauch [...]".

Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; Faltspuren.