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Die Bannbulle gegen Luther

(Hutten, Ulrich von [Bearb.]) / Leo X., Papst. Bulla Decimi Leonis, contra errores Martini Lutheri, & sequacium.

[Straßburg, Johann Prüß d. J., 1520].

(22) Bll. (d. l. w.). Mit Titelholzschnitt (Papstwappen). Moderner Halbpergamentband über Marmordeckeln. 4to.

Seltener zweiter von nur zwei Einzeldrucken der von Hutten kommentierten päpstlichen Bannbulle, wenige Wochen nach Schotts vor dem 8. November 1520 anzusetzenden Erstdruck erschienen. "Die päpstliche Bulle gegen Luther, ausgefertigt am 15. Juni 1520 zu Rom, wurde von Johann Eck in Begleitung des päpstlichen Nuntius Alexander nach Deutschland gebracht. In ihr werden 41 Sätze aus Luthers Schriften als ketzerisch bezeichnet, seine Bücher zum Feuer verdammt, ihm selbst 60 Tage Zeit zum Widerruf gelassen. Hutten glossierte die Bulle, bald ironisch, bald pathetisch und ließ sie mit dem päpstlichen Wappen zum Druck herauskommen. Voraus geht eine Vorrede [...], daß der Papst die wiederauflebende Wahrheit und die deutsche Freiheit ersticken wolle. In einer Nachschrift an Leo X. mahnt er ihn, seine Bulle zu behalten und Luther und seine Anhänger nicht zu belästigen" (Benzing).

Titel gering fleckig und mit kleiner zeitgenöss. Signatur am oberen Rand sowie der Notiz "Hutens [!] Vorrede". Kein Exemplar dieses Druckes im Auktionshandel nachweisbar.

VD 16, K 276. Benzing (Hutten) 223. Kuczynski 1087. Böcking XXXII, 2. Pegg (Swiss) 4621. Benzing (Strasbourg) 962. Muller II, S. 237, Nr. 46. Ritter IV, 2095. Nicht bei Pegg (Britain) oder Knaake; nicht bei Adams oder BM-STC German.