Rudolf II., röm.-dt. Kaiser (1552-1612). Schriftstück mit eigenh. U.

Prag, 10. XII. 1601.

3¼ SS. auf Doppelblatt. Kl.-Folio (207:311 mm).

 1.800,00

Über eine ausständige Zahlung des Fürstbistums Osnabrück für 500 Pferde, von der ihm Graf Simon VI. zur Lippe (1553-1614) berichtet habe, und für die das Domkapitel, die Ritterschaft und die Stände von Osnabrück aufkommen müssten: "Wir sein durch den edlen unnsern Reichshofrath Niederlanndisch- und Westphalischen Crais Obristen, unnd des Reichs lieben getreuen Simon Graven und Edlen Herren zur Lippe mit mehreren gehorsamblich berichtet, wasmassen Er die Ime durch uns aufgetragene Commission, unnd Handlung, wegen hochnotwendiger erlangung hinterstelliger Reichshülffen, mit deiner Andacht und Lieb, auch dero Thumb Capittl, Ritterschaft und Stennden, des Stiffts Oßnabrügg, an- unnd fortgestelt, dabei zu beederseits furkhumben und dein A. und L. darauf nit allein solche des Stiffts Oßnabrügg hinterstellige Reichshülffen, biß auf Zweytausent Taler, berait enntrichten lassen, sondern Sie auch solcher Zweytausent Taler wegen, damit dieselben angegebenermassen, wegen der unns durch den Niederlenndischen unnd Westphalischen Craiß vor disem in Hungern geschickten fünfhundert Currazzier Pfärdt, nit abgekürzt sonndern unns gleichsfals wie das annder bezalt werden möchte [...]".

Stockfleckig; mit kleinen Randläsuren. Beiliegend ein von ca. 1620 stammendes Kupferstichportrait Rudolfs II., das Jacob von der Heyden (1573-1645) zugeschrieben wird (vgl. Royal Collection Trust, Inv.: 613169), kl.-folio (193:310 mm). Das schöne Schulterstück mit Harnisch und Lorbeerkranz beruht auf einem Porträt Hans von Aachens, das 1603 von Aegidius Sadeler gestochen wurde. Das Portraitmedaillon wird von ionischen Pilastern gerahmt, deren Gebälk ein Wahlspruch mit Imprese ziert. In der Sockelzone zwei Schlachtveduten und ein Panegyricon in lateinischer Sprache. Teil einer von Johann Georg Dorsche (1597-1659) publizierten Serie von Herrscherportraits.

Art.-Nr.: BN#51949 Schlagwörter: ,