"Überwindung des Rassenhasses"

Kinkel, Walter, Philosoph, Hochschullehrer und Schriftsteller (1871-1937). Eigenhändige Sentenz mit eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Gießen, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Wir können nur dann auf eine würdige und glückliche Zukunft Deutschlands mit Recht hoffen, wenn der Geist der Humanität und Selbstbestimmung mehr und mehr im allen Kreisen des Volkes lebendig wird, wenn soziale Gesinnung die demokratische Verfassung erfüllt; wenn Frauen und Männer in der durch die Verfassung garantierten Gleichberechtigung am Fortschritt der Kultur und des Staates gemeinsam arbeiten; wenn wir uns als ein Glied der europäischen, ja, der Menschheits-Gemeinschaft fühlen lernen: so, wie es die Kant, Herder, Fichte und Goethe uns gelehrt und vorgelebt haben. Überwindung des Klassenstaates, Entwicklung der Eigenart deutschen Wesens, ohne Isolierung gegen die anderen Erdenvölker, sondern in Anerkennung dessen, dass jedes Volk ein Allgemeinmenschliches auszudrücken und darzustellen hat; also: Überwindung auch des Rassenhaßes. Ich zweifle nicht, dass die Aufwärtsbewegung Deutschlands in diesem Sinne vor sich gehen wird [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Koslowsky 76.

Art.-Nr.: BN#55361 Schlagwörter: ,