Klabund (d. i. Alfred Henschke), Schriftsteller (1890-1928). Eigenhändige Sentenz, das Gedicht "Neue Jugend", mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Nameszug.

Davos, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). In Bleistift.

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"Das Wort sie sollen lassen stehn / Von unsrer neuen Jugend, / Die wird kein grauer Wind verwehn / Und keine Greisentugend. / Wir glauben Gott und unsrer Welt / Und unsren Blutes Feuern. / Uns ist die Zukunft aufgestellt / Zu heiligen Abenteuern. / Dass keiner uns zu nahe komm / Mit goldnem Gängelbande, / Wir neigen unsre Kniee fromm / Nur unsrem Vaterlande. / Doch sei verflucht der alte Zopf, / Verflucht die dürre Krücke. / Deutschland hat einen Knabenkopf / und braucht keine Perrücke! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Der jung an Schwindsucht verstorbene Klabund errang zu Lebzeiten größte Erfolge auf den deutschen Bühnen mit dem Stück "Der Kreidekreis" (1924), nach einer Dichtung Li-Hing-Toas, das bekanntlich Brecht zum "Kaukasischen Kreidekreis" inspirierte.

Koslowsky 14. Zuvor gedr. in: Klabund, Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder (München, Georg Müller, 1916).

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