Laban, Rudolf von, Tänzer und Choreograph (1879-1958). Ms. Sentenz mit eigenhändiger U., eh. Korrekturen und Ergänzungen.

Berlin-Grunewald, 26. VII. 1928.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 650,00

"Deutschlands führende Stellung auf dem Gebiete der Körperkultur äussert sich am stärksten im neuen deutschen Tanz. Der Tanz ist eine Kunst, die in ihren geistigen Urelementen dem deutschen Wesen stärkster Ausdruck sein kann, vielleicht noch mehr als die Musik und die Dichtkunst. Auf Deutschlands Boden werden aber auch die geistigen Grundlagen für eine Höherentwicklung der Tanzkunst geschaffen. Die Schriftforschung hat schon viel geleistet, sodass wir heute eine in jeder Beziehung brauchbare Kenntnis der Bewegungsharmonie besitzen auf die sich auch die Niederschrift von Tänzen aufbaut [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Rudolf von Laban sah den Tanz als "Abbild kosmischer Zusammenhänge, die der Tänzer affektiv erlebe und durch seinen Körper künstlerisch ausdrücke" und schuf dafür den Begriff 'Ausdruckstanz'. Nach seiner Arbeit für die Olympischen Spielen 1936 emigrierte Laban zuerst nach Paris, dann nach England" (NDB XIII, 361f.).

Mit Namens- und Adressenstempel im Formularteil.

Koslowsky 46.

Art.-Nr.: BN#55395 Schlagwort: