Rein, Wilhelm, Pädagoge (1847-1929). Eigenhändige Sentenz mit U. und eh. Sentenz mit eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Jena, "Ende November 1927" und o. D.

2 SS. auf 2 Bll. Folio (223:282 mm). Die Albumbll. jeweils mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", davon ein Blatt mit gedr. Formular für biograph. Daten. Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350,00

"Das eigentliche Nationalkapital eines Volkes ist unstreitig seine Arbeitskraft. Diese ist trotz der ungeheuren Anstrengungen im Kampf gegen die halbe Welt ungebrochen. auf dieser Tatsache beruht mein Glaube an die Zukunft unseres Volkes. Es nennt heute seine Schule gern eine 'Arbeitsschule'. Nur darf es dabei nie vergessen, daß es gilt, der Arbeit hohe Ziele zu stecken und daß die höchsten im Bereich der religiösen, sittlichen, kunstreichen und wissenschaftlichen Werke liegen. Sie erst können unserem Leben einen Sinn geben [...]".

"Ein Volk das vier Jahre der halben Welt Stand gehalten hat, kann nicht untergehen. Noch ist seine Arbeitskraft ungebrochen! In ihr liegt das eigentliche Nationalkapital des Volkes. Es gilt, dieses Kapital in rechter Weise zu verwerten. Dies geschieht vor allem durch Vermehrung der Bauernhöfe auf dem Wege einer großzügigen Siedelung [...]" (Nov. 1927). Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928); die längere Sentenz wurde aufgenommen und bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Ein Albumblatt mit Lochspur am linken Rand und teilweise mit leichter Rostspur einer Büroklammer, ein Blatt mit feinen Einschnitten im Formularteil.

Koslowsky 58.

Art.-Nr.: BN#55536 Schlagwörter: ,