Stegmann, Margarete, Nervenärztin (1871-1936). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug

Dresden, o. D.

2 SS. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 650,00

"Die Zukunft muss damit beginnen, dass man die Vergangenheit endlich als vergangen ansieht. Wir finden es kurzsichtig und unvernünftig, wenn ein durch Bergsturz oder Vulkanausbruch zerstörter Ort an der alten Stelle, in der alten Gefährdung wieder aufgebaut wird [...] Der Einzelne hat seine Persönlichkeit zu entwickeln, um der Gesamtheit zu dienen, - ohne dadurch der Feind des Anderen zu werden [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Stegmann, Mitglied der "Psychoanalytischen Vereinigung Berlin", trat 1918 der SPD bei und wurde in der Folge erst Stadträtin Dresdens, dann Reichstagsabgeordnete.

Koslowsky 332.

Art.-Nr.: BN#55627 Schlagwörter: , , ,