Viebig, Clara, Schriftstellerin (1860-1952). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Berlin-Zehlendorf, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350,00

"Unsere wichtigste Kulturaufgabe scheint mir die Sorge für unsre Jugend zu sein. Wenn es nicht hieß, daß der deutsche Schulmeister die Schlacht von Königgrätz gewonnen hat, so soll es wieder der deutsche Schulmeister sein, der die Siege einer höheren Gesittung vorbereitet. Und die deutsche Lehrerin - die mit den tausend Kindern. Denen ist Deutschlands Zukunft anvertraut - sie sollen an ihr bauen mit Freuden nicht mit Seufzen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Die besonders von Emile Zola inspirierte Schriftstellerin Clara Viebig war zur Zeit der Weimarer Republik bereits im In- und Ausland berühmt und unternahm zahlreiche Vortragsreisen in Europa, Russland und Amerika gemeinsam mit ihrem Ehemann Friedrich Theodor Cohn, einem jüdischen Teilhaber des Verlags von Theodor Fontanes Sohn Friedrich Fontane.

Koslowsky 160.

Art.-Nr.: BN#55657 Schlagwörter: ,