Weiss, Fritz, Diplomat und Orientalist (1877-1955). Ms. Sentenz mit eigenh. U.

Adis Abeba, Dezember 1927.

1 S. Qu.-8vo (210:130 mm). Albumblatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350,00

"Wer wie ich gleich nach dem Kriege an exponierter Stelle Zeuge sein durfte, mit welch ungebrochener Energie der Auslandsdeutsche an den Wiederaufbau heranging, wird sich keinem schwarzen Optimismus hingeben. Aber möglichst wenig Aufhebens sollte davon gemacht werden. Man übersieht in der Heimat kaum, wie sehr die alten, nie schlummernden Neidgefühle unserer Gegner getroffen werden, wenn jeder deutsche Erfolg, gleichviel auf welchem Gebiet, von unserer Presse sofort als Spitzenleistung in die Welt gefunkt wird [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Fritz Weiss war in den 1920er Jahren Gesandter des Deutschen Reichs in Addis Abeba, wo er eine persönliche Freundschaft mit dem Regenten und späteren Kaiser von Abessinien Haile Selassie schloss und von wo er umfangreiche Sammlungen an die Berliner Museen sandte.

Koslowsky 290.

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