Werfel, Franz, Schriftsteller (1890-1945). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Wien, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 1.500,00

Werfel von seiner besten Seite, klar, geistreich und direkt: "Ebensowenig, wie man sich einen Ton aus der Skala oder eine Farbe aus dem Spektrum wegdenken könnte, wäre es möglich, sich die Welt ohne das deutsche Volkselement vorzustellen. Aber kein Ton und keine Farbe besteht für sich. Sie stellen in der Wirklichkeit der Natur, im großen Continuum nichts Festes dar, sondern nur eine Form des Übergangs. Es ist die geistige Anschauung allein, die sie heraushebt und ihnen ein Wesen gibt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Nach Werfels eigener Aussage habe ihn erst die Bekanntschaft, Freundschaft und spätere Ehe mit Alma Mahler zum Schreiben von Romanen und Erzählungen und zu der daraus resultierenden großen Berühmtheit gebracht, welche in eben diese Zeit der 1920er Jahre fällt; gerade 1928 erwog Alma Mahler in ihrem Tagebuch, Franz Werfel zu ehelichen (Werfel-Mahler, Mein Leben, 167).

Mit wenigen kleinen Tintenflecken und sehr leichter Rostspur einer Büroklammer.

Koslowsky 363.

Art.-Nr.: BN#55676 Schlagwörter: ,