Freytagh-Loringhoven, Axel Frh. von, Jurist (1878-1942). Ms. Sentenz mit eigenh. U.

Breslau, 14. XI. 1927.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350,00

"Nach seinem Zusammenbruch hatte Deutschland aussenpolitisch die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Es konnte in grundsätzlicher Ablehnung der durch den Weltkrieg geschaffenen Lage bei Seite stehen und seines Tages harren oder es konnte sich in das neue System eingliedern und auf dieser Grundlage für seinen Wiederaufstieg arbeiten [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Axel von Freytagh-Loringhoven, ein erbitterter Antisemit und Gegner des demokratischen Staates, vertrat in seinen Vorlesungen über Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht, dass die Weimarer Republik wegen ihres revolutionären Ursprungs kriminell sei. Einem diesbezüglichen Disziplinarverfahren entzog er sich durch die Immunität infolge seiner Reichstagmitgliedschaft.

Koslowsky 72.

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