Bening, Heinrich, Volkswirt und Parlamentarier (1801-1895). Eigenh. Brief mit U.

Hannover, 31. V. 1851.

2 SS. auf Doppelblatt. 4to.

 350,00

An einen Generalkonsul über die politische Zukunft des wegen seiner Beteiligung am sächsischen Maiaufstand 1849 angeklagten und 1851 aus dem Hochschuldienst entlassenen Historikers Theoder Mommsen: "Es ist in Frage gekommen, ob es sich empfehle, den bisherigen Professor Mommsen in Leipzig an die Universität Göttingen zu berufen. Vor diesfallsiger Entschließung und vor diesfalligem Vortrage bei Sr. Majestät dem Könige wünscht nun das hiesige Ministerium der geistlichen u. Unterrichts-Angelegenheiten, welchem die gegen Mommsen ergangenen gerichtlichen Entscheidungen schon bekannt, zuverläßige Nachricht über die Persönlichkeit Mommsens und über seine politischen Ansichten zu erhalten und glaubt solche am sichersten durch Ew. Hochwohlgeboren empfangen zu können [...]".

Theodor Mommsen sollte nicht nach Göttingen gehen, sondern folgte 1852 einem Ruf an den neugeschaffenen Lehrstuhl für Römisches Recht an die Universität Zürich, wo er bis 1854 lehren sollte.

Mit stärkeren Randläsuren.

Art.-Nr.: BN#58990 Schlagwort: