Fricke, Gustav, Theologe, Pfarrer und Philosoph (1822-1908). Eigenh. Brief mit U.

Leipzig, 19. XII. 1845.

1½ SS. Folio.

 380,00

Inhaltsreiches Schreiben an einen Freund zu den nötigen Prioritäten und Formalitäten, um ein Theologiestudium fortzusetzen und zum Ablauf des Examens; der Adressat solle nicht nur inhaltlich firm sein, sondern auch schon früh Zeit zur Verbesserung seiner Hebräischkenntnisse aufwenden; auch der Stil des Lateins werde auf das genaueste begutachtet werden. Ein diesbezügliches Gespräch mit Professor C. W. Niedner und einem gewissen Tschirner habe Fricke derzeit noch für wenig zielführend gehalten: "Wir haben uns wohl einander nicht scharf genug in das Geistesauge geblickt, daß solche Gedanken oder die Vermuthung solcher Gedanken sich einzufinden wagten [...] ich weiß in der That nicht, wie dein Repertoire, wenn es einmal objectiv Lücken hat, bis zu der im vorigen Brief bezeichneten Vollständigkeit erzeugt werden könne [...] Es ist somit nicht unmöglich, daß schon in den Clausurarbeiten Hebräisches vorkomme u. gewiß nicht ausreichend, wenn du erst in der letzen Zeit dieser Sprache deine Aufmerksamkeit zuwenden willst. Ohne Zweifel ist sie schon früher nicht besonders von Dir bevorzugt gewesen [...]".

Fricke studierte nach Besuch der Thomasschule Theologie, Philologie und Philosophie an der Universität Leipzig, wo er 1846 zum Doktor der Philosophie und der Theologie promovierte. Christian Wilhelm Niedner lehrte ab 1828 Theologie an der Universität Leipzig.

Mit einigen kleineren Randeinrissen, stellenweise leicht angestaubt.

Art.-Nr.: BN#59019 Schlagwörter: , ,