Kielmansegg, Erich Graf von, Politiker (1847-1923). 3 Briefe mit eigenh. U.

Wien, 1897-1901.

Zusammen 4½ SS. auf Doppelblättern. Folio und 4to. Mit einem eh. adr. Kuvert. Beiliegend eine gedr. Visitkarte mit mehreren Zeilen von fremder Hand, eine von Schreiberhand verfaßte Abschrift betr. einer Beantwortung einer von Schwer eingebrachten Reklamation sowie eine gedr., nicht beschriebene Visitkarte.

 200,00

Betr. eine Reklamation bei der Postdirektion (Br. v. 11. VI. 1897), eine Antwort auf sein Huldigungstelegramm an Kaiser Franz Josef (Br. v. 2. VI. 1901) sowie die Überlassung von im Versatzamt vorgefundenen römischen Altertümern für den Theseustempel im Volksgarten (Br. v. 7. VIII. 1901).

Seit 1870 im österreichischen Staatsdienst tätig, war Kielmannsegg u.a. Bezirkshauptmann von Baden und Mitglied der Landesregierungen von Kärnten und der Bukowina. Im Innenministerium Leiter der Staatspolizei, wurde er 1889 Statthalter von Niederösterreich und bekleidete dieses Amt bis 1911. Trotz unbestritten großer Verdienste im Verwaltungsbereich - die sog. "Kielmannseggsche Kanzleireform" reorganisierte die Geschäftsordnung der niederösterr. Landesregierung -, kam es dennoch nicht zu der von ihm avisierten allgemeinen Verwaltungsreform. Vgl. Czeike III, 497f. und Öst. Lex. I, 611.

In altem Sammlungsumschlag.

Art.-Nr.: BN#6152 Schlagwort: