Schaefer, Hans, Bildhauer und Medailleur (geb. 1875). 4 eigenh. Briefe, 5 eh. Briefkarten und 3 eh. Postkarten mit U.

Wien, 1908-1918.

Zusammen 19 SS. Verschiedene Formate. Mit 2 eh. adr. Kuverts. Beiliegend eine gedr. Visitkarte sowie eine gedr. Visitkarte seiner Gattin mit mehreren eh. Zeilen.

 450,00

Inhaltsreiche Korrespondenz über die “Sitzung des vorbereitenden Comités zur Veranstaltung einer Grabmalkunstausstellung (11. XI. 1909) und über den Ankauf “meiner beiden Originalmodelle der Schubertmedaille seitens der Gemeinde Wien” (8. XI. 1916) sowie über andere Werke, Arbeiten und Projekte des Bildhauers. In einem Brief (mit gestemp. Kuvert des “k. k. Landsturm-Etappen-Bataillons Nr. 514, 2. Kompagnie”) schreibt der im Wehrdienst stehende Künstler: “Ich habe jetzt seit langer Zeit nur mehr das Atelier gemiethet und dort die Trümmer meiner Existenz, d. h. großen Theil meiner Wohnungseinrichtung und die ganze Ateliereinrichtung eingestellt. Wenn [ich] nun diese Woche während ich im Felde stehe auf die Straße gestellt werden würde, so wäre die Katastrophe vollendet, dann weiß ich mir keinen Rath [...]” (Br. v. Schaefers “Standort”, 11. II. 1918).

Hans Schaefer war ein Schüler von Matthäus Marschall und Stefan Schwartz. Zu seinem Werk zählt u. a. ein Kaiser Franz Josef-Denkmal in Mährisch Ostrau oder das Demetriade-Denkmal in Galatz (Rumänien). Daneben schuf er zahlreiche Bildnismedaillen. Nach dem Ersten Weltkrieg wanderte Schaefer in die USA aus.

Einige Briefe bzw. Briefkarten auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; ein Br. im linken Rand gelocht (keine Textberührung).

In altem Sammlungsumschlag.

Art.-Nr.: BN#6234 Schlagwort: