Schneider, Josef, Komponist und Chorleiter (1866-1940). Sammlung von teils eigenh. Notenhandschriften eigener und fremder Werke.

Verschiedene Orte, ca. 1810-1930.

Zusammen 433 SS. eigene Werke bzw. Werkfragmente, Entwürfe u. dgl. und 1329 SS. Werke bzw. Werkfragmente, Entwürfe u. a. anderer Komponisten in Abschriften.

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Josef Schneider, geboren 1866 in Bad Reichenhall, kam 1888 als Schulleiter ins niederösterreichische Hautzendorf, wo er unterrichtete und die dortige Musikkapelle leitete. Sein kompositorisches Schaffen umfaßt zahlreiche Märsche, Mazurken, Gavotten und Walzer wie etwa "Der Lenz", "Im Mondenschein", "Maiglöckchen", "Mühlgang", "Kellergeister" und "Prinz Karneval" sowie Hymnen und sakrale Werke. Seinen Ruhestand verbrachte er in Wolkersdorf, wo er als Chormeister den Gesangsverein Wolkersdorf und als Dirigent das Hausorchester leitete und sich besonders mit dem Singspiel auseinandersetzte. So vertonte er etwa Ludwig Anzengrubers "G'wissenswurm" und zahlreiche andere Texte. Der Stadtgemeinde Wolkersdorf ist der Hinweis auf einige weitere Details aus seinem Leben zu danken, etwa auf das heute in und um Wolkersdorf noch bekannte Weihnachtsspiel "Christkindlein kommt" mit Text von Ernestine Berger und auf das Weihelied "Zu Euch Ihr Brüder", das Schneider anläßlich der Enthüllung des Kriegerdenkmals 1923 gleichfalls zu einem Text von Ernestine Berger, der Tochter des langjährigen Bürgermeisters Josef Berger, schuf.

Nach seinem Tode im Jahr 1940 geriet sein Werk kriegsbedingt in Vergessenheit, der hier vorliegende Bestand gestattet somit zumindest eine Übersicht über sein eigenes Schaffen wie über die Musik, mit der er sich im Rahmen seiner Tätigkeit als Kapellmeister und Musiker beschäftigte. Einige seiner Werke wurden von Josef Pleil für das Bläserquintett "Brass for Fun" arrangiert und seither regelmäßig aufgeführt. Die Stadtgemeinde Wolkersdorf benannte ihm zum Gedenken 1976 die verlängerte Krexnerstraße nach ihm.

Detaillierte Verlistung auf Anfrage.

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