Eisengrein, Martin. Aurea postilla evangeliorum, dominicalium et festivorum totius anni [...].

Köln, Gerwin Calenius & Johann Quentels Erben, 1573.

(16), 759, (1) SS. [Dabei:] Aurea postilla evangeliorum, quae festivis diebus per totius anni cursum in ecclesia Dei leguntur. Ebd., 1573. 332, (4) SS. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten auf 3 Doppelbünden mit zeitgenöss. hs. Rückenschildchen. 2 intakte Schließen. 8vo.

 850.00

Erste Ausgabe des berühmten Predigtenwerks. Der Stuttgarter Theologe Martin Eisengrein (1535-78), 1558 unter dem Einfluß seines Onkels Jakob Jonas zum Katholizismus konvertiert, wurde 1560 Priester und Domprediger in Wien und folgte 1562 einem Ruf als Prof. der Theologie nach Ingolstadt, wo er mehrmals als Rektor wirkte und auch die dortige Universitätsbibliothek gründete. "1571 erhielt er als erster Propst von Altötting die bischöflichen Insignien. Eisengrein führte zahlreiche kirchenpolitische Aufträge Herzog Albrechts V. von Bayern aus, u. a. trat er 1563/64 in Wien für Laienkelch und Priesterehe ein. Als kaiserlicher Hofprediger in Wien (1568/69) war er für seine volkstümlichen Predigten bekannt. Eisengrein hatte entscheidend Anteil an der katholischen Restauration in Bayern" (DBE).

Der bemerkenswert schön erhaltene Einband zeigt außen eine schmale Rankenwerksrolle, die ihrerseits eine Figurenrolle umschließt; darin im Mittelfeld, oben und unten von kurzen, leeren Querriegeln begrenzt, ein knapper Bogenfries.

VD 16, ZV 5580. BM-STC German 117. Nicht bei Adams.

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