Ransonnet-Villez, Karl Frh. von, Vizepräsident des obersten Rechnungshofes (geb. 1802). Eigenh. Brief mit U.

Wien, März 1865.

2 SS. Gr.-4to.

 90.00

An den namentlich nicht genannten Feldzeugmeister Franz Graf Folliot de Crenneville-Poutet (1815-1888): "Der Alterthums-Verein zu Wien hat in der Ausschuß-Sitzung am 17. dieses Monates beschlossen, von Zeit zu Zeit Hefte mit Abbildungen archaeologisch und historisch interessanter, im Erzherzogthume Oesterreich befindlicher Gegenstände, versehen mit einer kurzen Erläuterung zu veröffentlichen. Obgleich der Verein eine bedeutende Menge an Holzschnitten über derartige Gegenstände aus Anlaß seiner Publicationen besitzt, so würde doch dieser oberwähnte Zweck schneller und in weit ausgezeichneter Weise erreicht werden können, wenn es möglich wäre, zu den besagten Haften auch die vielen und herrlichen Holzschnitte verwenden zu können, welche sich in den Mittheilungen und Jahrbüchern der k.k. Central-Commission vorfinden [...]".

Karl Frh. von Ransonnet-Villez sollte im Mai d. J., aus dem vorliegender Brief datiert, mit kaiserlichem Handschreiben zum "Vice-Präsidenten der obersten Rechnungs-Controllbehörde ernannt [werden] und wurde hierauf Vice-Präsident des obersten Rechnungshofes, der mit 1. Jänner 1867 an die Stelle der obgenannten Controllsbehörde trat. In Vollzug der Zweitheilung der österreichischen Monarchie hörte der oberste Rechnungshof auf, eine Staats-Centralbehörde zu sein, und die Beschränkung seines Wirkungskreises auf die deutsch-slavischen Länder hatte eine wesentliche Reduction des Personals zur Folge" (Wurzbach XXIV, 351). Ransonnet-Villez trat so nach 43 Dienstjahren in den Ruhestand über und unternahm in Folge Reisen in den Orient, nach Spanien und Skandinavien.

Der rechte Blattrand durchwegs mit Läsuren und Einrissen.

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