Friedrich, Erzherzog von Österreich (1821-1847) Eigenh. Brief mit U. ("EhFriedrich").

Weilbourg, Samstag, o. D.

1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse und Lacksiegel.

 180.00

An Herrn von Linpökh mit der Mitteilung, daß er Baden Montagfrüh verlasse und ihn um die Bereitstellung eines "2sitzigen, wo möglich offenen Wagens" ersuche: "[...] Ebenso bitte ich Sie den Herrn von Fletsher avertiren zu lassen, daß ich gegen 10 Uhr in seine Maschinenwerkstatt kommen werde, um das Modell seiner neuen Dampfmaschine zu sehen [...]".

Der dritte Sohn von Erzherzog Karl und Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg erfuhr seine Erziehung u. a. durch den General und Kartographen Franz Ritter von Hauslab, wurde Schiffskapitän und unternahm 1839 zusammen mit Anton von Prokesch-Osten Orientreisen. "1840 zeichnet er sich bei dem syrischen Feldzug der Londoner Allianz (England, Österreich, Russland, Türkei) gegen Muhammad Ali Pascha aus. Bei der Eroberung des Kastells von Sidon (bei Beirut) und bei der Einnahme von St. Jean d’Acre erhielt er aufgrund seiner Tapferkeit den Maria Theresia-Orden verliehen. Im Jahr 1842 unternahm er Reisen nach Algerien und England. 1844 wurde er zum Vize-Admiral und Marine-Oberkommandant ernannt. Er legte den Grundstein für zahlreiche Reformen und zur Umgestaltung der damals noch vollständig venezianisch orientierten österreichischen Kriegsmarine" (Wikipedia); 1845 wurde Friedrich feierlich in den Johanniter-Orden aufgenommen, zwei Jahre darauf verstarb er an den Folgen der Gelbsucht.

Das Respektblatt mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung); papierbedingt etwas gebräunt und in den Faltungen etwas angestaubt.

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