Digby, Kenelm. Eröffnung unterschiedlicher Heimlichkeiten der Natur [...], vornemlich von einem wunderbaren Geheimnüß in Heilungen der Wunden, ohne Berührung, [...] durch die Sympathiam, discurßweise gehalten in einer hochansehnlichen Versamlung zu Montpelier [...] Zum zweytenmal gedruckt [...].

Frankfurt/Main, Balthasar Christoph Wust, 1661.

(6), 131, (5) SS. Pappband. 8vo.

 500.00

Seltene, Ferguson unbekannte zweite deutsche Ausgabe (zuvor 1660) des bekannten, bis weit ins 18. Jh. wiederaufgelegten Traktats mit der Erfindung und Anwendungsweise des Wunderheilmittels "Pulvis sympatheticus" (ferrum sulfuricum siccum). Sir Kenelm Digby (1603-65) führte ein abenteuerliches Leben, war als Diplomat aktiv und fuhr auch als Kaperkapitän zur See. Nach dem Tode seiner Frau zu den Naturwissenschaften hingezogen, führte er zahlreiche chemische Experimente durch. "In 1657 his increasingly poor health led Digby to take the waters at Montpellier, where he gave his famous account of the 'powder of sympathy', which cured wounds by being rubbed on the weapon that inflicted them. It was a strong solution of vitriol (copper sulfate) in rainwater, which could be improved by drying in the sun and by mixture with gum tragacanth" (DSB IV, 95). "The discourse on the powder of sympathy, one of the most famous of Digby's productions" (Ferguson VI, 22), erschien zuerst 1658 in Paris (in französischer Sprache), dann im selben Jahr in London auf Englisch und hernach in der Übersetzung von H. Hupka auf Deutsch.

Papierbedingt durchgehend gebräunt. Ohne das gestochene Frontispiz (als Faksimile beiliegend). Alter hs. Besitzvermerk am Titel verso.

VD 17, 3:625237G. BL (German books) D 459. Ferchl 125. Vgl. Krivatsy 3250 (3. A., ebenfalls ohne Frontispiz). Ferguson (Books of Secrets) VI, 23 ("of the second edition, I do not know the date"). DSB IV, 96.

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