Friedrich, Erzherzog von Österreich (1856-1936). Eigenh. Brief mit U. ("Dein Schwiegervater in Spe | Friedrich").

Wien, 1. II. 1908.

4¾ SS. auf 2 Doppelblatt. 8vo.

 200.00

An Prinz Gottfried zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1867-1932), der bald schon Friedrichs Tochter Maria Henriette von Österreich-Teschen (1883-1956) ehelichen sollte: "[...] und Se. Maj. ist überzeugt, daß bei Deinen Charakter-Eigenschaften Ihr ein sehr glückliches Paar werdet [...] Mir geht es sehr gut. Viel zu thun. Jeden Menschen den man begeht gratuliert einen [!!!!] - sage Henriette gestern stellte sich der Fiaker Kreuzer Pepi am Standplatz auf seinen Bock und winkte auf 150 Meter mir mit seinen [!] Hut [...] In der Delegation reden die Leute den größten Blödsinn [...] Gestern war ich in der neuen Operette von Lehar Mann mit 3 Frauen Musik ist gut - Sujet Unsinn [...]".

Der Sohn Erzherzog Karl Ferdinands war im Jahr zuvor mit dem Oberkommando der k.u.k. Landwehr betraut worden und wurde zwei Jahre später Armeeinspektor. "Im Ersten Weltkrieg war Friedrich 1914 bis 1917 Armeeoberkommandant und damit Befehlshaber der gesamten k. u. k. Streitkräfte. Die tatsächliche Leitung der Operationen oblag jedoch dem Chef der Generalstabs, General Franz Conrad von Hötzendorf; die deutschen Verbündeten schätzten Friedrich daher als belanglose Galionsfigur ein" (Wikipedia). Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er bis zu seinem Tod auf der Herrschaft Ungarisch-Altenburg in der Nähe von Preßburg.

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