Schiele, Adolf Eugen, Vater des Malers Egon Schiele (1851-1905). Portraitphotographie auf Rückseite der Identitätskarte der österreichischen Staatsbahnen mit eigenh. U. ("Schiele").

Wien, 22. VII. 1891.

Original-Portraitphographie im Hut (Bruststück). 58:95 mm. Trockenstempel der "k. k. Staatseisenbahndirection Wien".

 2,500.00

Staatsbahn-Identitätskarte des 39-jährigen Stationsvorstandes Adolf Eugen Schiele, Vater des zu diesem Zeitpunkt eben erst einjährigen Egon Schiele, mit seiner eigenh. Unterschrift.

Der Tullner Bahnhofvorsteher Adolf Eugen Schiele, selbst zeichnerisch begabt, erkrankte schon bald an Syphillis, die angeblich von zahlreichen Bordellbesuchen auf der Hochzeitsreise herrührte und mit der er auch seine Frau Marie ansteckte. Nach seiner Frühpensionierung im Jahre 1902 wegen "progressiver Paralyse" saß er im Zustand geistiger Verwirrung in seiner Dienstuniform zu Hause und ließ den Tisch für eine imaginäre Respektsperson mitdecken; 1904 versuchte er, sich aus dem Fenster zu stürzen. Er starb am Neujahrstag des Folgejahrs. Da er seine Eisenbahnaktien in einem Anfall von Wahnsinn verbrannt hatte, hinterließ er seine Familie völlig mittellos.

Beiliegend "Merkblatt zu den Fahrbegünstigungsausweisen der Eisenbahnbediensteten". Blaues Papier, 4 SS. 12mo.

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