Gleim, Johann Wilhelm Ludwig, Schriftsteller (1719-1803). "Auf Kleists Grabe". Eigenhändiges Gedicht (52 Zeilen).

O. O. u. D.

3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

 3,500.00

13 vierzeilige Strophen auf seinen Freund Ewald Christian von Kleist, den in der Schlacht von Kunersdorf (12. VIII. 1759) tödlich verwundeten Dichter: "In Nacht und Schauer sitz ich hier | Auf deinem Grab', o Kleist! | Gebeine, heilig unter mir! | Wohin entfloh der Geist? | Hinauf zu Gott entfloh er euch! | O du, mein liebes Grab | Hoch über dir im GeisterReich | Schwebt er, und sieht herab! | Wenn mir im Traum mein Kleist erscheint | Dann hab' ich himmlisch Glük | Hier seh' er seinen alten Freund | Mit einem halben Blick! | Mit einem halben Blick seh' er | Vom SternenZelt herab, | Mein Leben immer trauriger, Je weiter von ihm ab! [...]".

Aus der Sammlung Rötger mit dessen Beschriftung in rötlicher Tinte am rechten Rand von Bl. 1 recto, etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren.

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