Moser, Gustav von, Schriftsteller (1825-1903). Eigenh. Quittung mit U.

Holzkirch, 13. I. 1881.

½ S. Folio.

 58.00

"Quittung Über Ein Hundert einundvierzig Gulden [...] welche der Gefertigte als Tantieme für sein[e] auf dem K. K. Hof Burgtheater in Wien im 4 Quartal 1880 aufgeführten Stücke 'Die Versucherin' und [']Hector['] empfangen zu haben hiermit bescheinigt".

Geboren als Sohn eines Militärs, schlug Moser die militärische Laufbahn ein, diente als preußischer Jägeroffizier, nahm 1856 seinen Abschied von der Armee und lebte fortan als Gutsverwalter im schlesischen Holzkirch. Nach 1862 widmete sich Moser, der 1881 zum herzoglich sächsisch-coburgischer Hofrat ernannt werden sollte, zur Gänze seinem schriftstellerischen Schaffen. Als Verfasser zahlreicher Lustspiele und Possen führte er "mit dem Stück 'Das Stiftungsfest' (1872) den Schwank als Gattung in das Unterhaltungslustspiel ein und begründete u. a. mit 'Krieg im Frieden' (1881) die Form des Militärschwanks. Seine Memoiren erschienen postum unter dem Titel 'Vom Leutnant zum Lustspieldichter' (1908)" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1779.

Weiters enthält das Schriftstück zwei Stempelmarken (gelaufen) zu je 60 bzw. 3 Kronen und eine halbseitige Notiz des Holzkirchner Amtsvorstandes, der die Rechtmäßigkeit von Mosers eh. U. bestätigt.

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