Karl, Erzherzog von Österreich (1771-1847). Brief mit eigenh. U. ("Charles").

"Au quartier-général de Schönbrunn", 10. II. 1801.

1½ SS. auf Doppelblatt. Folio.

 400.00

An "Général en chef", d. i. Jean-Victor-Marie Moreau (den damaligen Oberbefehlshaber der 1800 der Rheinarmee, der drei Jahre darauf von Napoleon verbannt werden sollte), über die Ergebnisse der Verhandlungen von Amstetten zur Regelung der Angelegenheiten zwischen Frankreich und Österreich, die zur Vorbereitung des Friedens von Lunéville (9. II.) dienten. Karl merkt an, daß es zu einigen in Amstetten geregelten Fragen glaubwürdige Beschwerden der Regierung von Oberösterreich gegeben hätte, nämlich daß die französischen Truppen nicht nur im Innviertel laufend Requisitionen von Hafer, Heu und Stroh sowie von Wagen (um dasselbe nach Bayern und ins Salzburger Land zu transportieren) vorgenommen hätten, sondern auch daß die Generäle Neu (d. i. Michel Ney, 1769-1815, der spätere Marschall von Frankreich) in Burghausen und Legrand (d. i. Claude Juste Alexandre Legrand, 1762-1815) in Schärding eine neue "mode de requisition" eingeführt hätten, nach der sie sich die für die Gemeinden bestimmten Dinge mit Bargeld abkaufen lassen statt sie naturaliter einzuziehen: " [...] Je ne crois pas nécessaire de m'entendre davantage sur les faits si contravies à la convention d'Amstetten, Général, et il m'aura sans dóute suffi de vous les faire connaitre, pour avoir en meme-tem[p]s la certitude que Vous voudrez bien les faire cesser [...]".

Am rechten Rand stärker fleckig und etwas lädiert.

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